Transfusionsfilter

Für die Transfusion von Blutkomponenten müssen spezielle Transfusionsbestecke mit geeigneten Filtern eingesetzt werden. Diese Filter sollten in der Regel eine Porengröße von 170 – 230 µm besitzen, die sicher stellt, dass eventuell vorhandene Mikroaggregate aus den Konserven im Filter zurückgehalten werden und nicht in die Blutbahn der Patientin/des Patienten gelangen.

Keinesfalls darf man zur Transfusion von Blutkomponenten normale Infusionsbestecke einsetzen. Diese sind in der Regel durch Filter mit einer Porengröße von ca. 15 µm gekennzeichnet, die vor allem kleinste Gummi-Teilchen aus dem Verschluss der Infusionsflaschen zurückhalten sollen. Blutkomponenten (inclusive GFP) kann man über solche Filter nicht transfundieren.

Die Transfusionsbestecke dürfen maximal 6 Stunden am Patienten verwendet werden, da danach die Gefahr der bakteriellen Kontamination deutlich ansteigt und dies eine Gefährdung für den Patienten bedeuten könnte.

Grundsätzlich können über ein Transfusionsbesteck mehrere Blutkomponenten transfundiert werden (Angaben der jeweiligen Filterhersteller beachten!). Allerdings sollten dies Blutkomponenten der gleichen Art sein (man sollte also nicht Erythrozytenkonzentrate und Thrombozytenkonzentrate hintereinander über denselben Filter transfundieren).